Volles Haus zur Jahreshauptversammlung 2016

Traditionell vor dem Jahreswechsel lud Vereinsvorsitzender André Fehr zur Jahreshauptversammlung 2016 in das Gemeinschaftshaus Herleshausen ein. Neben 46 Mitgliedern konnte er auch einige Gäste begrüßen. Somit war die Veranstaltung erneut gut besucht. Zunächst stellte der Vereinsvorsitzende seinen Jahresbericht vor. Der Feuerwehrverein konnte im zurückliegenden Jahr fünf neue Mitglieder gewinnen, so dass derzeit insgesamt 173 Mitglieder zu verzeichnen sind. „Wir freuen uns über jedes Mitglied, egal ob passiv oder aktiv. Der Jahresbeitrag liegt bei lediglich 10,- €“ warb André Fehr um weitere Anmeldungen. Erfreut zeigte er sich über die zwei Veranstaltungen für die Alters- und Ehrenabteilung. Neben einem Neujahrskaffee wurde im November 2016 ein Dämmerschoppen für die Feuerwehrsenioren ausgerichtet. Dies nahm Werner Baum zum Anlass, um sich für die jeweilige Ausrichtung zu bedanken. Highlight des Jahres war laut dem Vereinsvorsitzenden André Fehr die dreitägige Vereinsfahrt auf den Hohen Meißner. Hierfür richtete er seinen Dank an den Festausschuss. Positiv zur Öffentlichkeitsarbeit hat die große Teilnahme am Kirmesumzug beigetragen. Mit insgesamt 18 Kameraden präsentierte sich die Feuerwehr zum Motto „Olympia“ einfallsreich und sportlich. Darüber hinaus wurden vom Vorstand zahlreiche Sitzungen und Jubiläen besucht, so dass insgesamt 2.025 Stunden für die allgemeine Vereinsarbeit ehrenamtlich erbracht wurden. André Fehr dankte allen Vorstandsmitgliedern, insbesondere aber seinem Stellvertreter Heiko Schmidt.

Es folgte der ausführliche Jahresrückblick des Wehrführers Mario Mißler. Die 40-köpfige Einsatzabteilung musste im zurückliegenden Jahr zu 25 Einsätzen ausrücken, 70 % derer wurden auf der Bundesautobahn 4 bewältigt. Überwiegend stand die technische Hilfeleistung im Vordergrund. Zusammengefasst mussten vier schwerverletzte Personen aus den Fahrzeugen befreit werden. „Alle Einsätze wurden taktisch einwandfrei abgearbeitet, keine Einsatzkraft hat sich selbst verletzt“ zeigte sich Mario Mißler äußerst zufrieden. Er führt dies auf den hohen Ausbildungsstand der Aktiven zurück. Im Jahr 2016 wurden 13 verschiedene Lehrgänge von insgesamt 14 unterschiedlichen Kameraden besucht. Darüber hinaus wurden 38 örtliche Ausbildungsdienste sowie acht Alarmübungen organisiert und durchgeführt. Neu im Ausbildungsplan war die Zusammenarbeit im Gefahrstoffzug Süd mit den Kommunen Sontra und Ringgau. „Hieran werden wir auch in 2017 anknüpfen“ ist sich der Wehrführer sicher. Im Ergebnis wurden alleine für den Ausbildungsbetrieb 1.296 Stunden absolviert. Kritisch ist nach wie vor die Tagesalarmsicherheit unter der Woche. Durchschnittlich ist die Feuerwehr Herleshausen in dieser Zeit mit acht Kameraden ausgerückt. „Wir haben kaum einen Einfluss, da Herleshausen nur über wenige Arbeitsplätze verfügt. Ohne die Gemeindemitarbeiter wären wir aufgeschmissen“ ergänzte der stellv. Wehrführer André Popp. Unproblematisch sind dagegen die Einsätze abends, nachts und am Wochenende. Hier sind die Einsatzfahrzeuge in der Regel vollbesetzt.

Apropos Fahrzeuge. Während der Versammlung wurde mehrmals der neue Einsatzleitwagen der Gemeinde Herleshausen erwähnt. Dieser wurde kurz vor Weihnachten ausgeliefert und bereits in Betrieb genommen. Er ersetzt den inzwischen nicht mehr einsatzbereiten T3-Bus aus dem Jahre 1990 und optimiert die Führungs- und Kommunikationsarbeit an Einsatzstellen. „Im 1. Quartal sollen spezielle Ausbildungen für die Ortsteilfeuerwehren angeboten werden“ berichtete die Wehrführung. Im zurückliegenden Jahr wurde auch die Öffentlichkeitsarbeit nicht vernachlässigt. 63 Beiträge wurden auf die eigene Homepage gestellt, zusätzlich 24 Bildergalerien veröffentlicht. „Im Durchschnitt besuchen täglich 75 Personen unsere Homepage“ ergänzte Administrator Christian Deist. Außerdem erfolgten regelmäßige Berichtserstattungen im Gemeindeblättchen „Der Südringgau“. Hervorgehoben wurde in diesem Zusammenhang auch die gute Zusammenarbeit mit der Werra-Rundschau. Erfreut zeigte sich Mario Mißler über die Reaktivierung der dritten Sirenenanlage in Herleshausen. „Somit ist das Unterdorf wieder bestens versorgt und es können alle Einsatzkräfte akustisch alarmiert werden.“ In seinem Schlusswort ging er auf die Gesamtstundenzahl 2016 der Einsatzabteilung ein. Mit 3.905 ehrenamtlichen Stunden wurde wieder eine beachtliche Leistung für das Allgemeinwohl erbracht.

Ähnlich positiv fiel auch das Jahresresümee der Jugendfeuerwehr aus. Jugendwartin Susanne Carl berichtete von den Aktivitäten des Feuerwehrnachwuchses. Insgesamt zählt die Jugendfeuerwehr Herleshausen 16 Mitglieder, jedoch scheiden zeitnah altersbedingt sechs Mitglieder aus. „Wir brauchen im Jahr 2017 dringend neue Mitglieder“ warb Susanne Carl eindringlich. Im zurückliegenden Jahr konnten fünf Wettkämpfe besucht werden. Hierfür trainierten die Kinder und Jugendlichen 21 Mal. Höhepunkt war der Sieg beim Gemeindefeuerwehrtag im Ringgau. Knapp verfehlt wurde in 2016 die Qualifikation für den Landesentscheid. „Besonders stolz sind wir auf Andreas Stöhr und Maximilian Carl, beide erhielten die Leistungsspange“ so die Jugendwartin. Neben den Wettbewerben  stand natürlich auch die allgemeine Jugendarbeit im Vordergrund. Zunächst wurden die gelben Säcke in den Ortschaften verteilt, anschließend für die Jugendsammelwoche gesammelt. Darüber hinaus standen ein gemeinsames Schlittenfahren, der Besuch der Eisbahn in Waltershausen, die Besichtigung der Berufsfeuerwehr Erfurt, die gemeinsame Pfingstübung mit der Einsatzabteilung, die Teilnahme am Kirmesumzug, der Besuch des Kletterparks in Tabarz, der Besuch der Bowlingbahn in Eschwege, ein Spieleabend sowie das traditionelle Nikolauskochen auf dem vielseitigen Programm. „Es war ein anstrengendes, aber ein sehr spaßiges Jahr“ resümierte Susanne Carl. Insgesamt wurden seitens der Jugendfeuerwehr beachtenswerte 1.365 Stunden erbracht.

Im Blickpunkt stand anschließend der Bericht des Festausschusses. Christian Deist ging auf die unterschiedlichen Events ein. Im Januar fand eine Winterwanderung rund um Breitau statt. Am Himmelfahrtstag erkundeten die Brandschützer den einheimischen Wald, bevor das Jubiläumsfest der örtlichen Jugend am Second Home besucht wurde. Insbesondere berichtete er aber über die dreitägige Vereinsfahrt auf den Hohen Meißner im Mai 2016. „Das war unvergesslich“ ergänzte Florian Deist. Neben dem Besuch des Barfußpfades und einer Wanderung entlang des P1-Wanderweges stand die Kameradschaftspflege im Mittelpunkt. Zu der stimmungsvollen Atmosphäre hat das sonnige Wetter positiv beigetragen. Zum Jahresabschluss wurde seitens des Festausschusses eine Weihnachtsfeier organisiert. Mit 49 Teilnehmern war sie überdurchschnittlich besucht. „Ein Zeichen des Dankes für die hervorragende Arbeit des Festausschusses“ so Vereinsvorsitzender André Fehr.

Ferner berichtete Kassenwart Henrik Wetterau über das finanzielle Geschehen in 2016. Kassenprüfer Wilhelm-Ernst Kühn stellte eine einwandfreie Kassenführung fest und beantragte die Entlastung des Vorstandes. Interessant gestaltete sich die Wahl der Kassenprüfer 2017. Vorgeschlagen wurden drei Kameraden, allesamt mit dem gleichen Nachnamen. Michael Baum, Volker Baum und Karl Baum nahmen die Wahl an.

Unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ wurden noch Neuanschaffungen beschlossen sowie wesentliche Termine in 2017 bekanntgegeben. „Nach dem Jahreswechsel geht es direkt wieder los, es wird bei der Feuerwehr eben nicht langweilig“ motivierte Mario Mißler die Anwesenden zur aktiven Mitarbeit.

Es schlossen sich die Grußworte und die Ehrungen an. Den Auftakt machte Bürgermeister Burkhard Scheld. Er lobte die gute Feuerwehrarbeit am Standort Herleshausen. Ein Zeichen hierfür sei die hohe Gesamtstundenzahl aller drei Abteilungen von 7.295 ehrenamtlichen Stunden in 2016. Für dieses Engagement dankte der Bürgermeister allen Beteiligten. Aus seiner Sicht gibt es in der Gemeinde einen Nachholbedarf im Bereich Atemschutz. „Es fehlen einige Atemschutzgeräteträger“ so Burkhard Scheld. Er appellierte an die Aktiven, die ärztlichen Untersuchungen und die Streckendurchgänge in Eschwege turnusgemäß zu absolvieren. Erfreut zeigte sich der Bürgermeister über die hervorragende Einbindung der Nachwuchskräfte aus der Jugendfeuerwehr. Dem schloss sich auch Gemeindebrandinspektor Udo Schulz an. „Herleshausen hat eine starke Einsatzabteilung, macht einfach weiter so“ sagte der Leiter der Gemeindefeuerwehr. Er berichtete im Detail über die Installation der dritten Sirenenanlage sowie über den neubeschafften Einsatzleitwagen. Abschließend ging er bereits auf die Neuwahlen im kommenden Jahr ein. „Ein Umbruch steht voraussichtlich bevor. Achtet darauf, die Führungsfunktionen auch weiterhin mit Kräften zu besetzen, die fachlich, aber auch menschlich geeignet sind.“

Rainer Müller, Wehrführer der Feuerwehr Wommen, setzte an den Punkt an und dankte insbesondere den engagierten Führungskräften für die gute Zusammenarbeit. Gleichzeitig wünschte er sich eine gemeinsame Alarmübung der beiden Ortsteilfeuerwehren im ersten Halbjahr 2017. Diesbezüglich muss noch ein Termin gefunden werden. Dagegen steht die 27. traditionelle Übung mit Lauchröden und Unterellen schon fest. Sie wird am 02.10.2017 in Herleshausen stattfinden. Sebastian Leipold, Wehrführer der Feuerwehr Unterellen, freut sich bereits auf das gemeinsame Agieren und zeigte sich in seinem Grußwort zuversichtlich, dass die hessisch-thüringische Zusammenarbeit weiterhin in der bestehenden Art gepflegt wird. Auch Ehrenortsbrandmeister Wilhelm-Ernst Bender nutzte die Gelegenheit für ein kurzes Statement. Er zeigte sich erfreut über das volle Haus zur Jahreshauptversammlung und wünschte den Anwesenden alles Gute für 2017.

Zu guter Letzt wurden noch verdiente Mitglieder geehrt. Christian und Andreas Deist erhielten die silberne Verbandsmedaille des Kreisfeuerwehrverbandes Werra-Meißner für ihre 25-jährige Vereinsmitgliedschaft. Karl Baum konnte die goldene Verdienstmedaille für seine 50-jährige Vereinstreue entgegennehmen. Den Geehrten auf diesem Wege noch einmal herzlichen Glückwunsch, verbunden mit dem besten Dank für die jahrelange Mitgliedschaft. Es sollten noch weitere drei Personen geehrt werden. Aufgrund von Krankheit mussten jedoch alle kurzfristig absagen. Die Ehrungen sollen zur passenden Gelegenheit nachgeholt werden. Hierüber wird dann gesondert berichtet.

Zum Abschluss der Jahreshauptversammlung stand die Ehrung zum „Firefighter of the Year 2016“ bevor. Dies ist eine interne Auszeichnung der Wehrführung und ist für Personen vorgesehen, die im zurückliegenden Jahr Besonderes geleistet haben. Der Wanderpokal ging diesmal an den engagierten Festausschuss um Bernd Hohmann, Tobias Hauss, Christian Deist und Florian Deist. Auch hierzu erfolgt noch eine gesonderte Berichtserstattung. André Fehr und Mario Mißler beendeten daraufhin nach knapp 2,5 Stunden die Jahreshauptversammlung 2016 und wünschten allen Anwesenden einen guten Rutsch sowie ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2017. (mm)

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