Der Atemschutzeinsatz – durchaus anstrengend und gefährlich

Am vergangenen Donnerstag (08.02.2018) haben sich die Herleshäuser Brandschützer während des Übungsdienstes intensiv mit dem richtigen Vorgehen beim Atemschutzeinsatz beschäftigt. Hierzu wurde sowohl theoretisch, als auch praxisnah die Feuerwehrdienstvorschrift 7 angewandt. Sie beschreibt insbesondere die Anforderungen an die Einsatzkräfte und legt gleichzeitig aber auch die Taktik fest, um beispielhaft gefährdete Personen aus einer verrauchten Wohnung zu retten.

 „Jeder Atemschutzgeräteträger muss das taktische Vorgehen kennen und jederzeit richtig anwenden können“ so der Ausbildungsleiter André Popp. Aufgrund dessen steht die Thematik regelmäßig auf dem Ausbildungsplan der Freiwilligen Feuerwehr Herleshausen. Von den derzeit 37 ehrenamtlichen Einsatzkräften der Ortsteilfeuerwehr haben 17 Brandschützer die erforderliche Atemschutzqualifikation. Diese körperlich anstrengende Tätigkeit ist mit zusätzlichem Aufwand verbunden. Die Atemschutzgeräteträger müssen jährlich einen Atemschutzübungsdurchgang in Eschwege, eine Einsatzübung unter realen Bedingungen sowie theoretische Schulungen absolvieren. Zusätzlich sind regelmäßige ärztliche Untersuchungen sowie körperliche Fitness erforderlich. „Wir sind dankbar über jeden einzelnen Atemschutzgeräteträger“ fasst der scheidende Wehrführer Mario Mißler zusammen. Bei jedem Brandereignis ist dieser ausgebildete Personenkreis notwendig. Denn nur sie dürfen mit dem umluftunabhängigen Atemschutzgerät in einen verrauchten Gefahrenbereich vorgehen, um das Feuer zu löschen oder Menschen bzw. Tiere zu retten. Auch hieraus wird wieder deutlich, wie wichtig nicht nur die Vorhaltung von aktiven Atemschutzgeräteträgern, sondern auch deren Aus- und Fortbildung ist.

Während des letzten Übungsdienstes befassten sich die Einsatzkräfte zunächst in der Praxis mit dem richtigen Anziehen der Schutzkleidung, dem korrekten Anschließen der Atemschutzgeräte sowie mit der Kurzprüfung hinsichtlich der Funktionalität des Gerätes. Bei einer Stationsausbildung vertiefte Robert Klärner die Vorgehensweise beim Öffnen von Türen zu Brandräumen und erklärte den Sinn und Zweck eines Rauchschutzvorhanges. Der theoretische Part oblag anschließend André Popp, welcher den Fokus auf das taktische Vorgehen im Gebäudeinneren sowie auf einen eintretenden Atemschutznotfall legte. Hierzu griff er auf das vorhandene Wissen der Kameradinnen und Kameraden zurück, so dass sich ein interessanter Dialog entwickelte.

Papa und Sohn, Familie Ruch bei einer realitätsnahen Atemschutzübung

Nach etwas mehr als zwei Stunden konnte der Übungsdienst wieder einmal erfolgreich beendet werden. Kamerad Tobias Hauss sorgte in bewährter Weise für die anschließende Verpflegung, so dass niemand hungrig nach Hause gehen musste.

Nächster Übungsdienst

Der nächste Übungsdienst der Einsatzabteilung der Ortsteilfeuerwehr Herleshausen findet am kommenden Donnerstag, 15.02.2018 um 19:30 Uhr am Feuerwehrhaus statt. Aufgrund der Wetterlage steht die “Eisrettung” auf der Agenda. Hierzu sind natürlich alle Interessierten herzlich eingeladen. Kommt einfach vorbei und macht mit…

Veröffentlicht unter Allgemeines, Ausbildung / Schulung, Einsatzabteilung, Übungen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Unwetter Warnungen

Archive