Gesundheitsschutz nach dem Einsatz: Unsere neue Einsatzhygiene im Fokus

Früher galt eine verrußte Einsatzjacke fast schon als Ehrenzeichen für einen harten Einsatz. Doch die Zeiten haben sich zum Glück geändert. Heute wissen wir: Der „Dreck“, den wir von der Brandstelle nach Hause oder ins Gerätehaus schleppen, ist brandgefährlich für unsere eigene Gesundheit. Um hier auf dem neuesten Stand zu bleiben, stand unser letzter Übungsdienst am vergangenen Donnerstag ganz im Zeichen der Einsatzhygiene.

Theorie trifft Praxis: Warum „sauber“ nicht gleich „sauber“ ist

Unter der Leitung von Matthias Koch und Renè Stein starteten wir zunächst im Schulungsraum. Es ging ans Eingemachte: Was passiert eigentlich mit den Schadstoffen auf unserer Kleidung? Wie gelangen Brandgifte durch die Haut in den Körper?

Wir haben uns intensiv mit der Komplexität des Themas auseinandergesetzt. Dabei wurde deutlich, dass die sogenannte „Einsatzhygiene“ viele Jahre lang bei den Feuerwehren nicht den Stellenwert hatte, den sie eigentlich verdient. Dass das Thema nun endlich massiv in den Fokus gerückt ist, ist ein wichtiger Schritt für den langfristigen Gesundheitsschutz jeder einzelnen Kameradin und jedes Kameraden.

Das neue Konzept als roter Faden

Die theoretische Grundlage für unser zukünftiges Vorgehen bildet das neue, detaillierte Hygienekonzept, das Lisa Witzel für uns ausgearbeitet hat. Es dient ab sofort als verbindliche Basis für alle Arten von kontaminierenden Einsätzen. Lisa hat hier eine Struktur geschaffen, die genau festlegt, wie wir uns an der Einsatzstelle verhalten müssen, um die Verschleppung von Schadstoffen zu verhindern.

Übung macht den Meister: Richtiges Auskleiden will gelernt sein

Nach der Theorie folgte der praktische Teil. In verschiedenen Szenarien haben wir das fachgerechte An- und vor allem das Auskleiden geübt. Das klingt im ersten Moment simpel, ist aber unter Stress und mit kontaminierter Ausrüstung eine echte Herausforderung.

Das Ziel der Übung war es, die Einsatzkleidung so abzulegen, dass man selbst – und auch die Umgebung – nicht mit den anhaftenden Schadstoffen in Berührung kommt. Von der groben Reinigung an der Einsatzstelle über die strikte Trennung von Privat- und Einsatzkleidung (die sogenannte Schwarz-Weiß-Trennung) bis hin zum sicheren Verpacken der PSA: Jeder Handgriff muss sitzen, damit wir gesund aus dem Einsatz zurückkehren.

Fazit des Abends: Einsatzhygiene ist kein „nice-to-have“, sondern Lebensversicherung. Dank der Vorarbeit von Lisa und der praktischen Unterweisung durch Matthias und Renè sind wir hier einen großen Schritt weiter. Wir werden dieses Thema auch in Zukunft fest in unseren Dienstalltag integrieren, denn unsere Gesundheit ist unser wichtigstes Werkzeug.

Veröffentlicht unter Einsatzabteilung

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